16.03.2012: Konzert im Theater Blauer Hirsch
Mit dem Singen begann Anne Schoenen im Alter von zwei Jahren. Nach ihrer ersten Tonbandaufnahme „Schneeflöckchen Weißröckchen“ sowie ersten Auftritten als Engel mit „Gloria in excelsis deo“ war klar – das ist es! In der Folge absolvierte sie Kinder- und Jugendgottesdienste mit viel kirchlicher Popmusik und wurde schließlich mit 16 von ihrem Musiklehrer zu unentgeltlichem Gesangunterricht verpflichtet. Mit 18 stand sie erstmals in Baden-Baden und Saarlouis auf größeren Bühnen, erste Fernsehauftritte gab es in der Talente-Show von Bernd Duszynski, SR. Kurz danach errang sie den Sieg bei der Schlagerparade der Volksmusik in Baden-Baden – immerhin vor über 5 Millionen Zuschauern. Während des Lehramtstudiums in Landau folgten erste bezahlte Auftritte mit einigen Kommilitonen in einer Swingformation, danach erste Gehversuche mit dem französischen Chanson – was 1994 zu einer hervorragenden Abschluss-Gesangsprüfung führte.
1995 traf Anne Schoenen dann auf den Gitarristen Guido Allgaier, die ersten gemeinsamen Proben gingen über die Bühne mit Liedern von Knef, Dietrich und Leander – 1996 kamen dann erste öffentliche Auftritte gemeinsam mit Uli Brodersen (git) als “Die Schoenen” zustande. Nach dem Weggang des zweiten Gitarristen wurde das klangliche Repertoire durch das Hinzukommen von zunächst Jörg Jenner am Bass und später Jean-Marie Bartz am Akkordeon erweitert.
2004 schnupperte der Schlagzeuger Harald Rech bei einigen Titeln in die Truppe hinein – und wurde ab dem damals aktuellen Programm „Mousse aux Chansons“ fester Teil der Gruppe, wodurch die klanglichen und stilistischen Möglichkeiten der Band enorm erweitert wurden.
Bald nach seinem Einstieg begann Harald Rech mit dem Schreiben und Komponieren eigener Songs in deutscher Sprache. Dabei entstanden viele neue Titel, und so präsentierten die Schoenen bei der Premiere von „ganz schoen fraîche“ im April 2008 erstmals ein Programm, dessen Schwerpunkt auf eigenen Titeln lag, wobei die befreundeten Musiker Thomas Graf und Michel Suly den französischen Part beisteuerten. Mit Erfolg! Denn in der Folge wurden Die Schoenen 2008 beim Stuttgarter Chansonwettbewerb auf Anhieb aus 100 Bewerbern unter die besten 16 gewählt. Vieles davon findet sich auch auf der im Herbst 2009 veröffentlichten CD „CUM TEMPORE“.
2009 bzw. 2010 schieden Jean-Marie Bartz und Hardy Rech aus persönlichen Gründen aus der Band aus – ihre Nachfolger Vincent Carduccio und Alex Huber reihten sich nahtlos in die gute musikalische und menschliche Stimmung ein. Und in neuer Besetzung entstand auch bald ein neues Programm: “Chante la vie!”.
In der Kleinkunstszene von Saarland und Rheinland-Pfalz sind Die Schoenen seit Jahren „eine feste Größe“. Aufgrund seines frankophilen „Touches“, wird das deutsch-französische Programm der Band gerne auch für Galaempfänge in Wirtschaft und Politik gebucht. So traten die Schoenen in den vergangenen Jahren bei diversen Neujahrsempfängen von Ministerpräsidenten, Bürgermeistern und Parteien, bei den Saar-Lor-Lux-Tagen des VDI, dem Winterball der Universität des Saarlandes oder in der saarländischen Botschaft in Berlin auf. Genauso sind sie auch immer wieder gern gesehen- und gehörter Gast auf den verschiedenen Kulturbühnen des Landes, ob in der Breite 63 oder beim Merziger Kultursommer, in der Scheune Neuhaus, auf dem Saarbrücker Theaterschiff oder auf der Burg in Nohfelden.
Aber auch über die Grenzen der Region hinaus, so z. B. beim 25ten Jubiläum des Spiekerooger Inselboten mitten in der Nordsee oder auf diversen Kleinkunstbühnen von Bad Reichenhall bis Zwickau, findet die schoene Musik der Band ihre Fans – Zuhörer, die „handgemachte“ Musik mit viel Herz schätzen, und Zuschauer, die gerne noch richtige Diven auf der Bühne erleben möchten.